{"id":69,"date":"2010-03-10T12:40:44","date_gmt":"2010-03-10T10:40:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.aktion-hip.ch\/blog\/?p=69"},"modified":"2010-03-15T19:56:03","modified_gmt":"2010-03-15T17:56:03","slug":"rentenklau-und-andere-lugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aktion-hip.ch\/blog\/?p=69","title":{"rendered":"Rentenklau und andere L\u00fcgen"},"content":{"rendered":"<p><em>Die Linken haben mit ihrer Kampagne gegen die Senkung des Umwandlungssatzes bei den Pensionskassen am 7. M\u00e4rz 2010 einen \u00fcberw\u00e4ltigenden Sieg errungen. Dabei haben sie mit dem Begriff &#8220;Rentenklau&#8221; erfolgreich einen neuen L\u00fcgenbegriff etabliert, den sie in Zukunft bewirtschaften werden.<\/em><\/p>\n<p><!--more-->Schon mit dem anderen L\u00fcgenbegriff, der &#8220;Umverteilung von unten nach oben&#8221; hat die Linke erfolgreich einen Sachverhalt vernebeln k\u00f6nnen. Tatsache ist, dass die Steuern Zwangsabgaben sind. Es gibt zweifellos viele gute Gr\u00fcnde f\u00fcr Steuern. Trotzdem gilt, dass der Staat denen, die etwas besitzen, etwas wegnimmt. Werden Steuererleichterungen realisiert, so nimmt der Staat weniger weg. Diesen Vorgang als &#8220;Umverteilung&#8221; zu brandmarken, ist eine Verdrehung, die in Frivolit\u00e4t kaum zu \u00fcberbieten ist. Dass selbst besonnene Sozialdemokraten diese Wendung gebrauchen, um gegen Steuererleichterungen zu argumentieren, zeigt, wie erfolgreich eine Floskel sich festsetzen und den Blick auf die Realit\u00e4t vernebeln kann, wenn sie nur inbr\u00fcnstig genug wiederholt wird.<\/p>\n<p>Nun wird das Schlagwort &#8220;Rentenklau&#8221; wohl die gleiche Karriere erfahren. Die Linken haben mit dieser L\u00fcge gewonnen und haben somit nicht den geringsten Anlass, damit aufzuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Dabei braucht es nicht viel Rechenk\u00fcnste, um die Falschheit des Rentenklau-Arguments zu beweisen. Es gibt genau zwei Randbedingungen: die risikoarme Verzinsung des angesparten Kapitals sowie die Anzahl Monate bis zum Tod gem\u00e4ss Sterbetafeln. Damit kann exakt berechnet werden, in wie grosse Tranchen das angesparte Kapital umgesetzt werden muss, damit die monatlichen Tranchen bis zum (statistischen) Lebensende reichen. Diese Berechungen zeigen zweifelsfrei: ein Umwandlungssatz von 6.8% ist zu hoch.<\/p>\n<p>Was daraus folgt, ist ebenso klar: Der Rentenklau beginnt jetzt, und zwar auf Kosten der heutigen Beitragszahler und zuk\u00fcnftigen Rentner. Doch das wird die Linke nicht r\u00fchren. Ihnen war die 2. S\u00e4ule schon immer ein Dorn im Auge. Was wir heute erleben d\u00fcrfen, ist ein Angriff auf das Vorsorgekapital der B\u00fcrger. Klammheimlich und entgegen des ausdr\u00fccklichen Wunschs des Souver\u00e4ns soll auch die 2. S\u00e4ule der Altersvorsorge vom Kapitaldeckungsverfahren zu einem Umlageverfahren umgeschichtet werden.<\/p>\n<p>Diesem Ansinnen muss die liberale Schweiz entschieden entgegentreten. Transparenz in der beruflichen Vorsorge ist gut. Deutlich besser w\u00e4re eine freie Wahl der Pensionskasse. Und f\u00fcr die Vorsorgewerke der 1. und 2. S\u00e4ule ist eine Schuldenbremse zu fordern.<\/p>\n<p><strong>Nachtrag zu &#8220;Rentenklau&#8221;<\/strong>:<br \/>\nEine Woche nach dem Abstimmungswochenende ist in mehreren Zeitungen \u00fcber die Stiftung <em>Auffangeinrichtung BVG<\/em> berichtet worden (NZZ vom 13.3.2010, SonntagsZeitung vom 14.3.2010). Die Stiftung ist f\u00fcr KMUs und Einzelpersonen gedacht, welche in keiner \u00fcbrigen Pensionskasse Zugang finden und wird von der Gewerkschafterin Colette Nova pr\u00e4sidiert. Die Stiftung vermag zum Zeitpunkt maximal einen Umwandlungssatz von 6,6% bezahlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Linken haben mit ihrer Kampagne gegen die Senkung des Umwandlungssatzes bei den Pensionskassen am 7. M\u00e4rz 2010 einen \u00fcberw\u00e4ltigenden Sieg errungen. 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