Es ist eine einfache Wahrheit: die Mehrheit der Bevölkerung will keinen Krieg. In Demokratien ist definitionsgemäss die Bevölkerung an der Macht. Demokratien sind somit inhärent friedfertig und stellen keine Bedrohung für andere Länder dar.
Darau folgt weiter: Die Welt wäre friedlich, wenn alle Staaten demokratisch regiert wären. Wir wissen allerdings, die Welt ist nicht friedlich. Solang die Herrscher in Staaten wir Russland, China, Nordkorea oder Iran weit davon entfernt sind, demokratisch gewählt zu werden, müssen wir mit Kriegen rechnen. Autokraten und Diktatoren fühlen sich Demokratien überlegen. Was wir bei den Demokratien als Friedfertigkeit schätzen, ist in ihren Augen mutlos und dekadent. Auf Grund dieser Einschätzung zögern solche Machthaber nicht, benachbarte Demokratien anzugreifen, wenn sie die Gelegenheit bekommen und die Gegebenheiten das zu erlauben scheinen.
Genau aus diesem Grund müssen Demokratien wehrhaft bleiben. Nicht, weil ihre Bevölkerung kriegslustig ist, sondern weil sie die Freiheit liebt. Das Beispiel der Ukraine zeigt, dass die Bevölkerung auch in einer Demokratie leidensfähig ist. Besser für die Bevölkerung in Demokratien ist es allerdings, wenn ihr Land gar nicht erst angegriffen wird. Dies aus dem einfachen Grund, dass die Kosten, im Kriegsfall den Angreifer abzuwehren und danach das Land wiederaufzubauen mit Sicherheit höher sind als die Kosten, in Friedenszeiten das Abschreckungspotential aufzubauen.
Entgegen der Meinung von oberflächlichen Pazifisten ist eine Armee mit Abschreckungspotential nicht nur die billigste Lösung, sie ist auch die beste Lösung, Frieden zu sichern.